Sanierung

Badsanierung – Planung, Kosten und Tipps fürs Traumbad

Sie wollen Ihr Traumbad verwirklichen und planen eine Badsanierung? Was Sie zu Planung, Kosten und Barrierefreiheit wissen sollten.

Eine Badsanierung kann viele Gründe haben. Vielleicht wollen Sie sich endlich von den senfgelben Armaturen aus den Siebzigern trennen und wünschen sich ein moderneres Badezimmer. Vielleicht wollen Sie für Barrierefreiheit sorgen oder haben schwerwiegende Schäden im Bad. Wir geben Ihnen einen Überblick über die richtige Planung, den Ablauf einer Badsanierung, mögliche Kosten sowie die Förderung Ihres Vorhabens.

Was ist eine Badsanierung?

Wenn das Badezimmer umgebaut werden muss, werden häufig die Begriffe Badsanierung, Badrenovierung und Badmodernisierung durcheinander geworfen. Doch was ist der Unterschied zwischen diesen Begriffen und was ist die Badsanierung genau?

Während eine Renovierung lediglich optische Verbesserungen am Badezimmers betreffen, zielt die Modernisierung hingegen darauf ab, die Sanitäreinrichtungen auf den neusten Stand zu bringen. Im Rahmen einer Badsanierung werden umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, Schäden behoben oder das Badezimmer bspw. barrierefrei gestaltet.

Die richtige und gründliche Planung der Badsanierung ist essenziell, damit Sie Arbeit und Geld zu sparen.

Aufwand und Ablauf einer Badsanierung

Je nach Umfang der Arbeiten, müssen Sie bei einer Badsanierung mit größerem Aufwand rechnen. Zunächst werden alle Sanitäreinrichtungen entfernt. Zur Erneuerung der Wasser- und Stromleitungen werden die Wände und/oder der Boden aufgestemmt. Alte Rohre müssen ersetzt, ggf. neue Stromleitungen verlegt werden, wenn diese betroffen sind. Das staubt ordentlich und macht einigen Lärm. Bei einer umfangreichen Badsanierung kommen Putzarbeiten, Fliesenarbeiten und Malerarbeiten hinzu. Am Ende müssen alle Sanitärgegenstände wieder montiert werden.

Dauer einer Badsanierung

Die Dauer der Badsanierung lässt sich nur schwer vorhersagen und hängt von einigen Faktoren ab, zum Beispiel

  • der Größe des Badezimmers,

  • dem Umfang der Arbeiten (müssen alle Leitungen neu verlegt werden, dauert es entsprechend länger),

  • eventueller Trocknungszeiten, etwa für Estrich, sowie

  • dem Aufwand für die Sanitärinstallationen.

Rechnen Sie im Durchschnitt mit zwölf Arbeitstagen und kalkulieren Sie ggf. auch an Wochenenden eventuelle Wartezeiten für das Trocknen des Estrichs etc. mit ein.

Freistehende Badewanne im Badezimmer
istock.com/KatarzynaBialasiewicz

Kosten für eine Badsanierung

Ein neues Bad ist immer schön, doch eine Badsanierung kann teuer werden. Wir zeigen Ihnen wie Sie die Kosten kalkulieren können und von welchen Faktoren der Preis abhängig ist. Die Preise können je nach Ausstattung deutlich variieren.

Zwei Grundfaktoren für die Gesamtkosten einer Badsanierung sind

  • Materialkosten: rund 40 % des Gesamtpreises und

  • Arbeitskosten: rund 60 % des Gesamtpreises.

Die Materialkosten hängen vor allem von Ihrem Anspruch ab: Entscheiden Sie sich für Luxusfliesen oder reichen durchschnittliche Standardfliesen? Wollen Sie eine Regenwald-Dusche oder reicht ein ganz normaler Duschkopf?

Die Arbeitskosten sind von Handsbetrieb zu Handwerksbetrieb unterschiedlich und variieren auch regional. Im Schnitt können Sie mit 40 bis 60 Euro pro Stunde für Handwerksleistungen rechnen. Sollten Teile oder sogar die ganze Badeinrichtung erneuert werden, müssen Sie auch die Demontage und Entsorgung der alten Einrichtung sowie die Montage der neuen Einrichtung berücksichtigen.

Weitere Faktoren, die sich auf den Gesamtpreis der Badsanierung auswirken:

  • Kosten für Badfliesen

  • Kosten für Toilette und Spülsystem

  • Kosten für das Waschbecken

  • Kosten für die Dusche

  • Kosten für die Badewanne

  • Kosten für Armaturen

  • Zusätzliche Materialkosten, z.B. Fliesenkleber oder Rohre.

Tipp: Holen Sie mehrere Angebote ein, vergleichen Sie kritisch und lassen Sie sich professionell beraten. So können unnötige Kosten vermieden und Ihr Geldbeutel entlastet werden.

Badsanierung – selbst machen oder Profi beauftragen?

Für viele stellt sich beim Thema Badsanierung die Frage, ob sie die Arbeiten auch selbst erledigen können oder ob ein Profi ans Werk muss. Was und wie viel Sie bei der Badsanierung selbst erledigen, können Sie einfach herausfinden, indem Sie sich ein paar Fragen stellen:

Wie gerne arbeiten Sie nach Plan? Bei jeder Badsanierung wird nach verschiedenen Arbeitsschritten und nach einem Plan gearbeitet. Sie müssen sich also jeden Arbeitsschritt selbst genau überlegen.

Sind Sie handwerklich fit? Eine Badsanierung ist kein Kinderspiel und erfordert handwerkliches Geschick und teilweise umfangreiche Kenntnisse. Überlegen Sie sich, vor welchen handwerklichen Herausforderungen Sie stehen könnten und wie fit Sie wirklich sind.

Haben Sie genügend Zeit für die Sanierung? Eine Badsanierung ist zeitintensiv und dauert im Durchschnitt zwölf Tage. Können Sie diese Zeit neben Job, Familie und sonstigen Terminen aufbringen? Bedenken Sie, dass eine nebenbei und nach Feierabend durchgeführte Badsanierung die Dauer der Bauzeit nicht unerheblich in die Länge zieht.

Wie schlimm sind Schönheitsfehler für Sie? Sie werden nicht so ein perfektes Ergebnis erzielen wie eine handwerklich ausgebildeter Person. Können Sie mit kleinen Schönheitsfehlern leben, auch in zehn Jahren noch? Oder wären Sie in zehn Jahren glücklicher, wenn Sie es hätten richtig machen lassen?

Nehmen Sie sich auf keinen Fall zu viel vor, bevor Sie am Ende draufzahlen, anstatt zu sparen. Falls Sie einen Profi für Ihre Badsanierung brauchen, übernehmen wir gern.

Badezimmer mit begehbarer Dusche aus Glas
istock.com/HT-Pix

Förderung der Badsanierung

Die KfW bietet einen zinsgünstigen Kredit an, wenn Sie bei der Badsanierung auf Barrierefreiheit setzen. Im Programm »159 Altersgerecht Umbauen« können Sie einen Förderkredit über bis zu 50.000 Euro erhalten. So wird bspw. der Einbau einer bodengleichen Dusche gefördert und ist besonders beliebt.

Kredit für ein barrierefreies Bad

Mit dem KfW-Kredit können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten finanziert werden, wenn Sie Ihr Bad barrierefrei bauen. Den Antrag auf Förderung können Sie vor der Badsanierung bei Ihrer Hausbank stellen. Es werden maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gewährt.

Zuschuss für ein barrierefreies Bad

Wenn Sie keinen Kredit möchten, können Sie auch einen Zuschuss bei der KfW beantragen. Finanziert werden hierbei 10 Prozent der Investitionskosten. Es sind maximal 5.000 Euro Zuschuss pro Wohnung möglich. Die Kosten der Investition müssen mindestens 2.000 Euro betragen.

Technische Mindestanforderungen für die Förderung

Als Voraussetzung für den Anspruch auf Förderung der Badsanierung durch die KfW gelten folgende technische Mindestanforderungen:

  • Das Bad muss eine Mindestgröße von 1,80 m x 2,20 m haben. Wenn dies nicht eingehalten werden kann, muss vor den Sanitärobjekten mindestens eine Breite von 0,9 m und Tiefe von 1,20 m an Bewegungsfläche vorhanden sein. Der Abstand zwischen Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand muss mindestens 0,25 m betragen.

  • Eine spätere Nachrüstung von Sicherheitssystemen muss gewährleistet sein.

  • Pflicht ist eine bodengleiche Dusche mit rutschfestem oder auch rutschhemmendem Boden. Wenn dies nicht erfüllt ist, darf die Dusche maximal 20 mm tiefer als der Boden vom Bad sein.

  • Ein höhenverstellbares WC oder bereits angepasstes WC.

  • Eine maximale Einstiegshöhe der Badewanne von 0,50 m.

Wir übernehmen gern die Teil- oder Komplettsanierung Ihres Badezimmers und kümmern uns übrigens auch gern um die Antragsstellung bei der KfW.

Die 3 häufigsten Fehler bei der Badsanierung

1. Nicht für die Nutzer*innen planen
Bei der Badsanierung sollte immer an die Nutzer*innen des Bades gedacht werden. Egal ob alt, jung oder Großfamilie, die Bedürfnisse der Nutzer*innen sollten bedacht werden und bei der Auswahl der Ausstattung berücksichtigt werden. Auch die Zukunft und mögliche Veränderungen im Laufe der Zeit sollten nicht vergessen werden.

2. Keine richtige Belüftung
Das Badezimmer als Feuchtraum ist und beim Waschen, Duschen und Baden jeder Menge Wasserdampf ausgesetzt. Nicht jedes Bad verfügt über Fenster. Der Einbau einer Belüftung ist daher bei innenliegenden und fensterlosen Räumen unumgänglich.

3. Loslegen ohne richtige Planung
Eine Badsanierung kann teuer werden. Umso ärgerlicher ist es, wenn man die Preise nicht richtig kalkuliert und am Ende böse überrascht wird. Die erforderliche Investitionssumme wird meist zu gering eingeschätzt. Informieren Sie sich also im Vorfeld, lassen Sie sich professionell beraten und achten Sie auf Details.

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