Finanzen

Studie: Massiv­häuser günstiger versichern als Leicht­bauten

Eine Studie des Pestel-Instituts (2017) zeigt, warum sich Massivhäuser in der Regel günstiger versichern lassen als Konstruktionen in Leichtbauweise.

Wer Wohngebäude sein Eigen nennt, schließt in der Regel eine Wohngebäudeversicherung dafür ab. Diese schützt Hauseigentümer*innen vor den finanziellen Folgen eines Sachschadens und gilt das gesamte Gebäude samt aller fest eingebauten Gegenstände.

Gerade im Hinblick auf die zunehmenden Unwetterschäden der heutigen Zeit ist eine Gebäudeversicherung unbedingt zu empfehlen. Im Regelfall sind Schäden abgedeckt, die entstehen können durch

  • Feuer,

  • Blitzschlag,

  • Explosion, Implosion,

  • Sturm (ab Windstärke 8),

  • Hagel,

  • Leitungswasser und

  • Überspannung.

Laut Statista betrug der Schadenaufwand in der Wohngebäudeversicherung in Deutschland im Jahr 2021 etwa 10,6 Milliarden Euro.

Warum ein Massivhaus in der Regel günstiger versichert werden kann

Eine Studie des Pestel-Instituts aus März 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass es deutliche Unterschiede bei den Versicherungsbeiträgen für Gebäude­versicherungen gibt. So konnte nachgewiesen werden, dass Massivhäuser in der Regel günstiger zu versichern sind als Konstruktionen in Leichtbauweise. Manche Versicherungs­gesellschaften bieten gar keine Versicherungen für Fachwerk- oder Holzhäuser an, andere nur begrenzte Leistungen im Schadenfall.

Der Hauptgrund dafür liegt, der Name enthält bereits die Lösung, in der massiven Bauweise. Diese bieten bspw. einen besseren Schutz gegen Witterungseinflüsse aller Art. Auch in puncto Brandschutz haben Massivhäuser die Nase vorn: Beton gilt als nicht brennbarer Baustoff und trägt somit nicht zur Brandentstehung bei – im Gegensatz zu Konstruktionen aus Holz.

Beispiel: Jahresprämien für Einfamilienhäuser in Lübeck

»Für den Standort Lübeck liegt der Mittelwert der Jahresprämie bei Massivbauten bei 284,90 €, bei »nicht massiv« ausgeführten Einfamilienhäusern bei 409,50 €. Die »nicht massive« Bauweise ist im Durchschnitt 44 % teurer als Massivbauten. Zwei Versicherungen bieten unabhängig von der Bauart eine identische Prämie, diese liegt jedoch beim Massivbau 85 % über dem preiswertesten Anbieter und bei »nicht massiven« Gebäuden 60 % über dem preiswertesten Anbieter.« (Direktes Zitat aus der Studie)

Fazit

Die Mehrheit der in der Studie untersuchten Versicherer (nur 2 von 15) bewertet das Schadensrisiko nicht massiver Wohngebäude signifikant höher als das von Massivhäusern und verlangen eine entsprechend höhere Versicherungsprämie, im Schnitt 40–50 % mehr als für Massivbauten.

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