13. August 2016

Tipps für Bauherren

Der Weg zum Eigenheim – die wichtigsten Punkte

Draguhn Bauunternehmen hat die wichtigsten Tipps zum Thema Eigenheim zusammengefasst.

Ein Zuhause nach den eignen Vorstellungen zu bauen ist für die meisten Menschen ein wichtiges Ziel im Leben. Damit das Projekt Hausbau nicht zum Alptraum wird, sind eine genaue Planung und Absicherung wichtig. Wir haben die wichtigsten Punkte auf Ihrem Weg zum Eigenheim zusammengefasst.

Finanzcheck – ohne Moos nichts los

Das eigene Zuhause ist nicht selten die größte finanzielle Investition unseres Leben. Daher lautet die wohl entscheidendste Frage, mit der alles steht und fällt: Kann ich mir ein Eigenheim überhaupt leisten? Ein Hausbau kostet Geld. Die monatlichen Mietausgaben fallen weg, dafür steigen die Neben- und Instandsetzungskosten. Auch die Grundsteuern sollten Sie im Hinterkopf behalten.

Sprechen Sie auf jeden Fall mehrere Banken an und vergleichen Sie deren Angebote. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot können schnell mehrere tausend Euro liegen.

Tipp: Die verschiedenen Angebote lassen sich nur dann sinnvoll miteinander vergleichen, wenn die Banken sie auf der gleichen Grundlage berechnen: Restsumme, Effektivzins oder die Höhe der monatlichen Kreditraten sollten daher übereinstimmen. »Spezielle« Kredit-Kombinationen und Finanzierungspakete bieten meist nur einem Vertragspartner einen finanziellen Vorteil – und zwar der Bank. Bedenken Sie: Sie sind kein Bittsteller. An Ihnen als Kreditkunde verdient die Bank, solange sie Ihren Kredit bedienen. Verhandeln Sie daher angstfrei und auf Augenhöhe.

Grundstücksuche – Stadt oder Land?

Eine weitere grundlegende Frage betrifft die Lage und die Größe Ihres Hauses. Wo soll Ihr Eigenheim stehen und wie groß soll es sein? Mögen Sie es lieber etwas ruhiger und grüner auf dem Land oder sind Sie gern näher am Geschehen der Stadt? Ist es okay für Sie, wenn Sie mit dem Fahrrad oder Auto zum Einkaufen fahren oder wollen Sie den nächsten Supermarkt fußläufig um die Ecke haben? Reicht Ihnen ein kleines Grundstück mit bescheidenem Vorgarten oder träumen Sie von einem großen Garten, in dem sich im Sommer die ganze Familie zum Grillen trifft?

Konzept – wer übernimmt die Regie?

Welche Rolle übernehmen Sie als Bauherr noch? Nehmen Sie die Planungsschritte in die Hand und führen Regie oder möchten Sie den Kopf für andere Dinge frei haben? Dann übernehmen wir als Generalunternehmer die Koordination der Bauarbeiten und übergeben Ihnen Ihr schlüsselfertiges Haus. Sie müssen nur noch einziehen.

Planungsunterlagen – Planung ist die halbe Miete

Es wird konkreter. Im gemeinsamen Gespräch erläutern Sie Ihre Wünsche und wir stecken zusammen den Rahmen für Ihr Traumhaus: Wird es als Passiv-, Fertig- oder Massivhaus gebaut? Wie soll es aussehen – Bungalow oder zweistöckig, Backstein oder glatter Putz? Wünschen Sie alternative Energieträger für eine hohe Energieeffizienz? Ist ein Bodengutachten notwendig? Je genauer wir Ihre Vorstellungen planen, desto zuverlässiger fällt der Kostenvoranschlag aus.

Kostenplanung: Baufinanzierung

Die ersten Kosten lassen sich durch die Planungsunterlagen errechnen. Neben den Baukosten kommen aber auch noch andere Kosten auf Sie zu, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Kosten für Grundstück
  • Erschließungskosten
  • Kosten für die Außenanlagen
  • Baunebenkosten (z. B. Architekt, Statiker, Vermesser, Baugenehmigung)

 

Jetzt sollten die ersten Kreditverträge mit den Banken unterschrieben werden.

Tipp: Wählen Sie die künftigen Vertragspartner nicht nur nach dem niedrigsten Preis aus. Informieren Sie sich im Vorfeld hinreichend über die Kompetenz und Zuverlässigkeit der einzelnen Unternehmen. Lassen Sie sich Referenzen geben und fragen Sie vorherige Bauherren. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen beim (und auch nach dem) Bau Ihres Traumhauses.

Bauantrag – die nächste Hürde

Der Architekt und/oder Generalunternehmer stellt alle Unterlagen zusammen und reicht diese bei der zuständigen Baubehörde ein. Die Baugenehmigung muss dann mit dem Architekten oder Bauleiter detailliert geprüft werden.

Ausschreibung

Sollten Sie nicht mit einem Generalunternehmer zusammenarbeiten, kümmern Sie sich rechtzeitig darum, alle Handwerkerverträge für den Hausbau zu vergeben: Maurer, Installateure, Zimmermänner, Dachdecker, Elektriker, Maler, Küchenbauer, Fensterbauer, …

Prüfen Sie vor Unterzeichnung eines Vertrages genau, ob die Kalkulation realistisch und marktgerecht ist. Lassen Sie sich außerdem nicht auf Vorauszahlungen ein. Ein seriöser Vertragspartner lässt sich nach dem Baufortschritt und bei mängelfrei erbrachter Leistung bezahlen.

Versicherungen – sicher ist sicher

Vor Baubeginn sollten Sie in Erfahrung bringen welche Versicherungen notwendig sind. Beachten Sie, dass eventuelle Nachbarschaftshelfer innerhalb von einer Woche nach Arbeitsbeginn bei der Berufsgenossenschaft gemeldet werden müssen. Bei nicht erfolgter Anmeldung drohen im Falle eines Unfalls auf der Baustelle bis zu 10.000 Euro Bußgeld.

Auf Nachfrage müssen Sie als Bauherr einen Nachweis erbringen, der die Namen der Nachbarschaftshelfer, die geleisteten Arbeitsstunden, die Art der Arbeiten und das eventuell gezahlte Entgelt erkennen lässt. Vom gesetzlichen Versicherungsschutz durch die BG BAU ausgenommen sind Sie als Bauherr sowie Ihr Ehegatte/Ihre Gattin oder Ihr Lebenspartner.

Diese Versicherungen empfehlen wir:

  • Bauherrenhaftpflicht
  • Gebäudeversicherung mit vorlaufender Rohbauversicherung

Baumeldung – es geht los!

Der Beginn der Bauarbeiten muss der Baubehörde gemeldet werden. Außerdem muss die Baustelle gegen unbefugtes Betreten durch Dritte gesichert werden, zum Beispiel mithilfe von Bauzäunen.

Bautagebuch – behalten Sie den Überblick

Nach Beginn der Bauarbeiten sollten Sie den Baufortschritt und die erbrachten Leistungen regelmäßig (etwa jede Woche) kontrollieren und sich diese in Baubesprechungen erläutern lassen. Im Bautagebuch können Sie die erbrachten Leistungen und den Fortschritt nachvollziehen. Protokollieren Sie die Besprechungen, um später einen Nachweis über das Gesagte und Vereinbarte zu haben.

Allgemeine Kontrolle

Kontrollieren Sie Lieferscheine und Sendungen auf Vollständigkeit und werfen Sie auch einen Blick auf Material- und Handwerkerrechnungen (auch mit Generalunternehmer), bevor Sie den ausgewiesenen Betrag begleichen. Reklamieren Sie Falschlieferungen und Fehler unverzüglich.

Material für den Innenausbau

Wenn Sie die Regie der Bauarbeiten führen, bestellen Sie die Materialien für den Innenausbau rechtzeitig, um Verzögerungen durch längere Lieferzeiten zu vermeiden. Kalkulieren Sie ggf. Falschlieferungen mit ein, um bei Irrtümern nicht in Zeitnot zu geraten. Vermeiden Sie es jedoch auch, auf der Baustelle unnötig Platz mit Materiallieferungen zu blockieren.

Das Beste zum Schluss: der Einzug

Sie haben es fast geschafft. Die letzten Schritte auf Ihrem Weg zum Eigenheim: die Bauabnahme und Bezahlung der Schlussrechnung der Handwerker. Das Ende der Bauarbeiten muss der Baubehörde mitgeteilt werden. Es folgt das Einmessen des Grundstückes für das Katasteramt.

Zum Schluss werden Einfriedungs-, Garten, Terrassen- und Pflasterarbeiten durchgeführt … und dann haben Sie es geschafft. Willkommen in Ihrem neuen Zuhause!

 

Die drei wichtigsten Vertragspartner für Sie als Bauherren finden Sie in diesem Blogbeitrag.

 

Autor: Marian Draguhn
Artikelfoto: © iStock.com/RomoloTavani

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